SG Weißensee 49 e.V.
Abteilung Schach


Verbandstag 2010 des Berliner Schachverbandes

Am 29.03.2010 fand im BVV-Saal des Rathauses Schöneberg der diesjährige Verbandstag unseres Schachverbandes statt, zu dem alle Berliner Schachvereine eiongeladen waren. Unser Verein wurde durch Frank Walther und mich vertreten. Der mit Spannung erwartete Hauptteil der Veranstaltung war die Wahl des Vorsitzenden und des Präsidiums des BSV.

Die Veranstaltung begann zum Unwillen der Delegierten und sicher auch geladenen Ehrengästen (der Sportbeauftragte der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus und ein Vertreter des Landessportbundes) mit etwa 40minütiger Verspätung gegen 18.40 Uhr. Eine Begründung oder Entschuldigung für diese Verspätung wurde nicht gegeben.

Zu Beginn gab es dann Diskussionen zu den Rechenschaftsberichten der einzelnen Referate. Einen breiten Raum der Diskussionen nahm der Etatvorschlag des Kassenwartes für das Jahr 2010 ein, der einen Verlust von 10.000 € auswies. Es wurde diskutiert, ob Verluste, wenn ja und in welcher Höhe, wenn nicht und durch welche Kompensation, geplant oder vermieden werden sollten. Die Aussprache ergab hierzu keine Einigung.

Nach Ende der Diskussion wurde dann dem Vorstand und den Referenten die Entlastung für die beendete Wahlperiode erteilt.

Jetzt hatten die beiden für das Amt des Präsidenten des Berliner Schachverbandes kandidierenden Bewerber, der bisherige Präsident, Dr. Matthias Kribben, und der bisherige Vizepräsident, Carsten Schmidt, die Gelegenheit, ihre Bewerbung für das Amt des Präsidenten zu begründen und zu untermauern. Matthias Kribben hielt, obwohl der Vorstand bereits entlastet wurde und von ihm keine Rechenschaft mehr gefordert wurde, einen umfangreichen Rückblick auf seine Tätigkeit, der wenige Ausblicke auf seine Pläne für die Zukunft unseres Verbandes enthielt.

Carsten Schmidt hingegen berief sich kurz und knapp auf seine bereits vorab im Internet veröffentlichte und im Saal noch einmal verteilte Bewerbung, in der er seine Pläne als künftiger Präsident darlegte und als eine seiner Hauptaufgaben die Werbung neuer Mitglieder nannte.

Die anschließende Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten erfolgte in geheimer Wahl. Die Referenten wurden in offener Abstimmung gewählt bzw. bestätigt.

Hier die Wahlergebnise:

Funktion Kandidat Verein Wahlergebnis
Präsident Carsten Schmidt VfB Hermsdorf 110 von 159 Stimmen
Vizepräsident Martin Sebastian Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf 137 Stimmen
Schatzmeister Werner Koch Spandauer SV einstimmig
Landesspielleiter Andreas Rehfeldt Chemie Weißensee einstimmig
Jugendwart Anna Dreke Empor Berlin einstimmig
Referent für Ausbildung Carsten Schmidt VfB Hermsdorf 4 Gegenstimmen
Referent für Frauenschach Anita Neldner Borussia Friedrichsfelde einstimmig
Referent für Freizeit-/Breitensport Olaf Sill Borussia Friedrichsfelde einstimmig
Referent für Leistungssport Frank Kimpinsky Empor Berlin einstimmig
Referent für Mitteilungsblatt Frank Hoppe Berolina Mitte 8 Enthaltungen
Referent für Datenverarbeitung Thomas Binder SF Siemensstadt einstimmig
Pressereferent Martin Sebastian Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf einstimmig
Referent für Schulschach Thilo Steinkrauß SF Siemensstadt 3 Enthaltungen
Referent für Seniorenschach Werner Wiesner VfB Hermsdorf einstimmig
Wertungssystem (DWZ) Thomas Binder SF Siemensstadt 4 Enthaltungen
Referent für Material Martin Sebastian Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf 6 Enthaltungen

Zum Schluss wurden noch zwei Anträge der Vereine Läufer Reinickendorf (Aufhebung der LEER-Regel für das 8. Brett der letzten Mannschaft eines Vereins) und Friesen Lichtenberg (keine Spieltermine der BMM während der Schulferien) angenommen und der neue Vorstand beauftragt, einen neuen ausgeglichenen Etat für 2010 vorzulegen.

Wolfgang Burkert

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